Vom KZ direkt ins Gefängnis: Als ihn nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus Soldaten der Alliierten aus dem Konzentrationslager befreien, landet Hans Hoffmann wegen seiner Homosexualität im Regelvollzug. Denn der berüchtigte Paragraph 175, der Homosexualität unter Strafe stellt, ist in Westdeutschland unverändert in Kraft. Im Gefängnis begegnet Hans dem verurteilten Mörder Viktor. Der will mit einem „175-er“ nichts zu tun haben. Doch Hans‘ rebellischer, stoischer Stolz, der sich auf dem Gefängnishof und gegen die Willkür der Wärter zu behaupten weiß, nötigt ihm Respekt ab. Wieder und wieder landet Hans im Gefängnis, und immer ist da Viktor. Eine Schicksalsgemeinschaft, verbunden durch eine unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Leben. Oder ist es am Ende, allen Widerständen zum Trotz, Liebe?
„Der Film ist von bedrängender Intensität; visuell, darstellerisch, inszenatorisch. Ein großer Wurf, der ohne viele Worte den Filmtitel von Rosa von Praunheims Klassiker ausbuchstabiert, dass nicht der Homosexuelle, sondern die Situation pervers ist, in der er lebt.“ (Filmdienst)
Festival de Cannes 2021, Un Certain Regard: Preis der Jury Offizieller österreichischer Kandidat Academy Award: Best International Film Viennale 2021: Wiener Filmpreis, Erste Bank Mehrwert Filmpreis
Regie
Sebastian Meise
Mitwirkende
Franz Rogowski, Georg Friedrich, Anton von Lucke, Thomas Prenn
Unterrichtsfächer
Ethik, Geschichte, Philosophie, Politische Bildung, Religion, Zeitgeschichte